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Auf der anderen Seite der Kreuz-Brücke wartet Gott voller Liebe und Sehnsucht auf uns, um uns in seine Arme zu schließen, wie der Vater den verlorenen Sohn.(1) Er macht ihm keine Vorwürfe, klagt nicht an, sondern läuft dem, der sich ihm nähert, entgegen. Und er erwartet nur kindliches Vertrauen von uns.(2) Er wünscht sich, dass der Mensch seine Liebe erwidert, ja, Gott möchte von uns lieb gehabt werden wie ein Kind, das seinen guten Vater liebt. Diese Liebe zu ihm, dieser Glaube an Jesus, seinen Sohn, verwandelt uns von einem Geschöpf Gottes, das wir alle sind, in ein Kind Gottes.
Seht, hier steht es im Johannes 1:12:

Denen aber, die ihn (Jesus)
aufnahmen, gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Blut und nicht aus Fleisches-, oder aus Manneswillen, sondern aus Gott geboren sind." So werden wir Gottes Kinder, allein aus Gottes Liebe zu uns!(3) Wir müssen Jesus im Glauben bei uns aufnehmen. Dann ist Gott unser Vater und Jesus unser Bruder, dann freut sich die Seele und wird ruhig, denn sie hat zum Ursprung ihrer Schöpfung zurückgefunden. Und auch der Himmel freut sich und feiert ein Fest, wie der Vater bei der Heimkehr des verlorenen Sohnes: "So sage ich (Jesus) euch, die Engel Gottes freuen sich, über einen einzigen Sünder, der Buße tut!" (Lukas 15:10)
Saron schwieg. Seine Zuhörer schienen betroffen, einige unangenehm berührt zu sein. Jemand meinte: "Und da versuche ich nun seit Jahren, einen Zugang zu Gott zu finden, habe viele Bücher gelesen, bin zu Kirchentagen gefahren und habe wer weiß was alles getan und es war alles nichts nütze?" Saron erhob sich und ging zu dem, der gesprochen hatte, setzte sich zu ihm und erwiderte: "Doch mein Freund, es war zu etwas nütze; du hast dich aufgemacht, um Gott zu suchen, und hast ihn längst gefunden. Er ist nur vergraben unter deinen Aktivitäten, deiner Rastlosigkeit. Halt inne, suche ihn jetzt in dir und stell dich zu ihm, er ist schon da!" - "Saron, gerne würde ich zu Gott umkehren, aber wie geht das ganz praktisch vor sich?" - " Ganz praktisch? Ich rate dir Folgendes: Fange an, regelmäßig mit Gott zu sprechen, als säße er neben Dir wie dein Freund. Sage ihm, dass du ihn suchst, und lade ihn ein, in dein Leben zu kommen. Und dann schau, wie er dir antwortet. Lies in den Evangelien(4), was spricht dich an; höre christliche Lieder, wo findest du dich in ihnen wieder; folge einer Predigt(5), welcher Teil der Predigt scheint dir gerade für deine Situation wichtig, und versuche Kontakt mit solchen aufzunehmen, die Gott persönlich kennen gelernt haben. Das hilft dir fürs Erste.























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(1) Die Geschichte vom verlorenen Sohn lehrt uns: Gott nimmt jeden, der zu ihm zurückkehrt und sein falsches Leben bereut, ohne Vorbedingung und voller Liebe wieder als sein Kind an. Mit allen Rechten und Pflichten (Symbol des Ringes)
Diese Geschichte steht in Lukas 15, 11-32. Man kann sie auch lesen.

(2) "Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass ihr umkehrt und werdet wie die Kinder, sonst werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Wer sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.", sagt Jesus in Matth. 18:3

(3
) Die Bibel bezeichnet dieses "neu geboren werden aus Gott" als "Wiedergeburt". Das ist nicht zu verwechseln mit der "Reinkarnation" fernöstlicher Lehren. Denn die Bibel sagt uns: "Es ist dem Menschen gesetzt e i n m a l zu sterben, darnach aber das Gericht" (Hebr. 9:27) Die Reinkarnationslehre
ist also unvereinbar mit dem Christentum.

(4) Evangelien sind die Bücher: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes im NT

(5) "So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes." (Römer 10:17)



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