Seite 056b



Die Geschichte in Auszügen: "Aber die Kinder Israel vergriffen sich an dem Verbannten; denn Achan, vom Stamm Juda nahm des Verbannten etwas. Da ergrimmte der Zorn des HERRN über die Kinder Israel."
Kurz darauf zieht Israel in die Schlacht und verliert:
"Also zogen hinauf des Volks bei dreitausend Mann, und sie flohen vor den Männern zu Ai. Und die von Ai schlugen ihrer bei sechsunddreißig Mann und jagten sie vor dem Tor bis gen Sabarim und schlugen sie den Weg herab. Da ward dem Volk das Herz verzagt und ward zu Wasser. Josua aber zerriß seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des HERRN bis auf den Abend samt den Ältesten Israels, und sie warfen Staub auf ihre Häupter. Und Josua sprach: Ach HERR HERR, warum hast du dies Volk über den Jordan geführt, dass du uns in die Hände der Amoriter gäbest, uns umzubringen? ......

Da sprach der HERR zu Josua: Stehe auf! Warum liegst du also auf deinem Angesicht? Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen angeboten habe, und haben des Verbannten etwas genommen und gestohlen und es verleugnet und unter eure Geräte gelegt. Und bei welchem das Gebannte gefunden wird, den soll man mit Feuer verbrennen mit allem, was er hat, darum dass er den Bund des HERRN übertreten und eine Torheit in Israel begangen hat."
Nach aufwändiger Prüfung wird Achan als Täter ermittelt.
"Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib dem HERRN, dem Gott Israels, die Ehre und gib ihm das Lob und sage mir an: Was hast du getan? und leugne mir nichts. Da antwortete Achan Josua und sprach: Wahrlich, ich habe mich versündigt an dem HERRN, dem Gott Israels. So habe ich getan: ich sah unter dem Raub einen köstlichen babylonischen Mantel und zweihundert Silberlinge und eine goldene Stange, fünfzig Lot am Gewicht; dessen gelüstete mich, und ich nahm es. Und siehe es ist verscharrt in die Erde in meiner Hütte und das Silber darunter.
Da sandte Josua Boten hin, die liefen zur Hütte; und siehe, es war verscharrt in seiner Hütte und das Silber darunter. Und sie nahmen's aus der Hütte und brachten's zu Josua und zu allen Kindern Israel und schütteten es vor den HERRN. Da nahm Josua und das ganze Israel mit ihm Achan, den Sohn Serahs, samt dem Silber, Mantel und der goldenen Stange, seine Söhne und Töchter, seine Ochsen und Esel und Schafe, seine Hütte und alles, was er hatte, und führten sie hinauf ins Tal Achor. Und Josua sprach: Weil du uns betrübt hast, so betrübe dich der HERR an diesem Tage. Und das ganze Israel steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer. Und da sie sie gesteinigt hatten, machten sie über sie einen großen Steinhaufen, der bleibt bis auf diesen Tag. Also kehrte sich der HERR von dem Grimm seines Zorns, Daher heißt derselbe Ort das Tal Achor bis auf diesen Tag." (Josua 7)























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(1) Tief drang diese Geschichte vermittelt durch Kindergottesdienst, Kinderbibel und Elternhaus in die Seele des Knaben ein und wurde ihm (leider) zum "inneren Wächter", der ihn sein Leben lang begleitet hat. Verfestigt wurde die Vorstellung, dass ein einziger Mensch Schuld am Unglück einer Gemeinde sein könnte, durch die Geschichte von Annanias und Saphira im Neuen Testament, die wegen e i n e r egoistischen Übertreibung vor der ganzen Gemeinde bloßgestellt und ohne Möglichkeit auf Vergebung sterben mussten. Welche Bürde für ein Kind, mit solchem Gedankengut leben zu müssen!

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